Der richtige Wein zum Essen

Ein Wein soll die Aromen des Essens zur Geltung bringen und unterstützen. Wichtig ist, dass sich Wein und Essen ergänzen und nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Deshalb gibt es einige Richtlinien, anhand derer man seine Weinauswahl treffen kann:

Jahreszeit beachten

Was für viele Gerichte gilt, stimmt auch für Weine: Sie passen besser in die eine oder die andere Jahreszeit. Schwere, tanninreiche Rotweine sagen einem eher im Winter zu. Ein leichter, fruchtiger Wein gehört in den Sommer.

Kombination von sauer und sauer vermeiden

Bei Säure und Süße gibt es zwei relative einfache Grundsätze: Die Säure von Gericht und Wein multipliziert sich, die Süße zwischen Essen und Wein hebt sich auf. Eine Salatvorspeise mit einer säurebetonten Salatsoße, zu der ein Wein mit relativ viel Säure gereicht wird, hinterlässt einen übersteigert sauren Eindruck. Eine süße Nachspeise hingegen braucht schon eine Beerenauslese oder einen Eiswein.

Experimentieren

Die Grundregeln "Rotwein zu rotem Fleisch und Braten" sowie "Weißwein zu Geflügel und Fisch" gelten heute nicht mehr uneingeschränkt. Zwar macht man bei dieser Kombination in der Regel selten etwas falsch, aber andere Kombinationen können ein ganz neues Geschmackserlebnis bringen.

So kann man als Grundlage für die Weinwahl auch die Zubereitungsart heranziehen: Scharf angebratenes Huhn oder gegrillter Fisch verlangen nach den Gerbstoffen eines Rotweines, während gekochtes Rind- oder Schweinefleisch sich sehr gut mit der Säure eines Weißweines verträgt.

Kochwein vermeiden

Gegen ein erstes Glas Wein beim Kochen ist nichts einzuwenden – aber dagegen, für Gerichte, in die Wein kommt, einen einfachen Kochwein zu verwenden. Stattdessen sollte man den Wein, der später auf den Tisch kommt, auch zum Kochen verwenden. Auf diese Weise entsteht eine hervorragende Soße, während ein billiger Kochwein in der Regel nur eine eindimensionale Einheitssoße beschert.

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