Verdickungsmittel

Bei Verdickungsmitteln handelt es sich wie bei Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern oder Farbstoffen um Lebensmittelzusatzstoffe. Als solche sind sie strengen Zulassungsbestimmungen unterworfen.

Die meisten Verdickungsmittel sind natürlichen Ursprungs, wie zum Beispiel Johannisbrotkernmehl (E 410), Guarkernmehl (E 412), Pektin (E 440) und Cellulose (E 460). Bis auf wenige Ausnahmen können Verdickungsmittel ohne Höchstmengenbeschränkung verwendet werden.

Wie wirken Verdickungsmittel?

Mit Hilfe von Verdickungsmitteln verbessern Lebensmittelhersteller die Konsistenz vieler Erzeugnisse. Verdickungsmittel machen Suppen sämig und Desserts cremig, verringern die Kristallbildung bei Tiefkühlkost und sorgen für besonders angenehmes "Mundgefühl" bei Eiscreme. Außerdem stabilisieren Verdickungsmittel die Konsistenz zusammengesetzter Lebensmittel und binden Feuchtigkeit, weshalb sie häufig "Light"-Produkten zugesetzt werden.

Verdickungsmittel in Fertiggerichten und Co.

Weitere Lebensmittel, die ihre angenehme Konsistenz Pektin & Co. verdanken, sind u. a. Fertiggerichte, Milchprodukte, Süßwaren, Backwaren, Diabetikerprodukte, Dressings, Knabbererzeugnisse, Ketchup, Konfitüre, Schmelzkäse und TK-Fischstäbchen. Aber auch in Mutters Küche sind Verdickungsmittel schon lange im Einsatz: Pektin in Gelierzucker, Agar-Agar zur Dessert- und Marmeladenzubereitung oder Johannisbrotkernmehl als Bindemittel von Diabetikergerichten.

Prüfungen von wissenschaftlichen Gremien

Wie alle Zusatzstoffe dürfen auch Verdickungsmittel nur nach ausdrücklicher Zulassung in Lebensmitteln verwendet werden. Vor der Zulassung muss jeder Zusatzstoff von europäischen und internationalen wissenschaftlichen Gremien geprüft werden. Nur wenn dabei die gesundheitliche Unbedenklichkeit bestätigt wird, kann der Zusatzstoff zugelassen werden.

Allergische Reaktionen

Doch trotz der strengen Zulassungsvorschriften kann es sein, dass empfindliche Personen - nach Schätzungen zwischen 0,01 bis 0,2 % der Bevölkerung - auf bestimmte Zusatzstoffe mit allergieähnlichen Symptomen reagieren. In solchen Fällen genügt in der Regel ein Blick auf die Zutatenliste, um problematische Stoffe zu vermeiden.

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