Wein-Lexikon
Ampelographie
Rebsortenkunde, Teilgebiet der Önologie. Unterscheiden und Beschreiben der verschiedenen Merkmale einer Rebsorte in Kategorien: Name, Synonyme, Heimat und Verbreitung, allgemeine Eigenschaften des Rebstocks und der Beere.
Assemblage
Französisch für Verschnitt. Hochwertiges Mischen verschiedener Weine gleichen Ursprungs. Findet auch verbreitet bei Champagner statt, wo ein gleichmäßiges Produkt erwünscht ist.
Autochthon
Einheimische bzw. indigene Weinart.
Auxerrois
Eine Weißweinrebe, die aus der Grafschaft Auxerre stammt. Sie gehört zur Gruppe der Burgunder-Reben.
Barbera
Eine wichtige rote italienische Rebsorte. Hochwertig und charaktervoll. Ihre Hauptanbaugebiete sind im Piemont, in der Lombardei und auf Sardinien. Besonders bekannt sind die Barbera d’Alba und die Barbera d’Asti, Qualitätsweine aus dem Piemont.
Cabernet Franc
Eine französische Rotweinrebe, verwandt mit dem Cabernet Sauvignon, jedoch weniger verbreitet, aber klimatisch genügsamer. Synonyme: Gros Cabernet, Grosse Vidure, Gros Bouchet und Breton.
Cabernet Sauvignon
Eine französische Rotweinrebe mit unbekanntem Ursprung. Sie ist von so großer Bedeutung, dass sie als Edelrebe bezeichnet wird. Beheimatet ist sie im Bordelais, mittlerweile wird sie jedoch auch in Italien, Spanien, Südosteuropa, Kalifornien, Chile, Argentinien, Australien, Neuseeland und anderen Ländern angebaut.
Cannonau
Italienische Bezeichnung für Grenache.
Siehe Grenache.
Siehe Grenache.
Chardonnay
Eine französische Edel-Weißweinrebe mit hohem Qualitätspotenzial. Der Name Chardonnay steht weltweit wohl für einen der bekanntesten Weine überhaupt. Ursprünglich beheimatet im Burgund, wo er nach einer gleichnamigen Gemeinde benannt wurde.
Chenin Blanc
Eine verbreitete französische Weißweinrebe, die sehr feine und ausgewogene Weine ergibt. Die Rebe ist sehr traditionsreich, denn sie wird im Anjou schon seit dem 9. Jahrhundert angebaut.
Cuvée
Das Wort Cuvée stammt von dem französischen Cuve (Gärbehälter). Es handelt sich hierbei um ein durch Verschnitt oder Mélange hergestelltes Ausgangsprodukt für die Herstellung von Weinen oder Schaumweinen. Dabei werden verschiedene Rebsorten gemeinsam gekeltert bzw. gegoren. Ein auf diese Weise gewonnener Wein wird als Cuvée bezeichnet, wobei es hier noch eine Unterscheidung in Rotweincuvée und Weißweincuvée gibt.
Dolcetto
Eine italienische Rotweinrebe, deren Hauptanbaugebiete im Piemont und in Ligurien liegen; wörtliche Übersetzung: „der kleine Süße“.
Dornfelder
Eine frühreifende deutsche Rotweinrebe, die erst 1955 als Deckrotweinsorte gezüchtet wurde. Sie ist sehr ertragreich und hat hohe Farbwerte aus Beerenschale und Beerensaft.
Elbling
Eine Weißweinrebe, die als die älteste Rebe Europas gilt. Sie soll bereits von den Römern am Moselgebiet angebaut worden sein und war bis zum Mittelalter die häufigste Rebsorte Deutschlands. Hauptanbaugebiete heute sind an Mosel-Saar-Ruwer sowie am Oberlauf der Mosel.
Gamay
Eine französische Rotweinrebe, die hauptsächlich im Beaujolais in Frankreich angebaut wird, wo sie 10 herausragende Grand Crus hervorbringt.
Graciano
Eine italienische Rotweinrebe, die insbesondere auf Sardinien verbreitet ist. Dort ist sie auch unter dem Namen Cagnulari bekannt. Der Name Graciano stammt eigentlich aus dem Spanischen und man vermutet, dass die Sorte während der spanischen Besetzung Sardiniens dorthin importiert wurde.
Grauburger
Eine Weißweinrebe, deren Beerenhaut jedoch meist rötlich bis rot verfärbt ist. In Frankreich ist sie unter dem Namen Pinot Gris, in Italien unter Pinot Grigio bekannt.
Grenache
Vierthäufigste Rotweinrebe der Welt. Sie wird hauptsächlich in Frankreich, Spanien und auf Sardinien angebaut.
Grillo
Eine italienische Weißweinrebe, die aus Apulien stammt und heute schwerpunktmäßig auf Sizilien angebaut wird. Sie ist spätreifend und sehr ertragsreich.
Kerner
Eine deutsche Weißweinrebe, die im 20. Jahrhundert am Neckar gezüchtet wurde. Sie entstand aus einer Kreuzung von rotem Trollinger und weißem Riesling. Außer in Deutschland wird sie heute in Südtirol, der Schweiz und Südafrika angepflanzt.
Lagrein
Eine Rotweinrebe, die in Südtirol angebaut wird und aus der Rot- und Roséweine gekeltert werden. Seit den 1990ern gibt es den Lagrein auch als Riserva.
Merlot
Eine französische Rotweinrebe, die aus der Gegend um Bordeaux stammt. Hat einen weichen Charakter und schmeckt ein wenig nach Pflaumen.
Monastrell
Eine Rotweinrebe, die vor allem in Spanien und Frankreich verbreitet ist. Im Französischen ist sie auch unter dem Namen Mourvèdre bekannt. Die Traube ergibt feine, gut lagerfähige Weine und wird oft als Verschnitt verwendet.
Müller-Thurgau
Eine Weißweinrebe, auch bekannt unter dem Namen Rivaner, die 1882 von Professor Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau aus einer Kreuzung aus Riesling und Gutedel gezüchtet wurde. Die Rebsorte ist die erfolgreichste Neuzüchtung mit einer weltweiten Anbaufläche von 42.000 Hektar.
Muskateller
Eine der ältesten Kulturreben, die es weltweit in einer großen Anzahl von Varianten gibt. Die Beerenfarbe kann ein Spektrum von blassgrün über rot bis schwarz haben und es gibt sowohl Züchtungen mit kleinen wie auch Züchtungen mit großen Beeren.
Nebbiolo
Eine italienische Rotweinrebe, die tiefrote, tanninreiche Weine liefert. Die Weine des Nebbiolo reifen nur sehr langsam, dadurch bleibt ihre Qualität jedoch auch besonders lange erhalten.
Nero d’Avola
Eine italienische Rotweinrebe, die höchstwahrscheinlich aus Sizilien stammt und vor allem dort und in Süditalien verbreitet ist. Die wörtliche Übersetzung des Namens bedeutet „Schwarzer aus Avola“, da die Beere einen tiefdunklen konzentrierten Wein liefert.
Pinot Blanc
Französischer Name für Weißburgunder
Pinot Gris
Französischer Name für Grauburgunder
Pinot Noir
Französischer Name für Spätburgunder
