Obst & Gemüse-Lexikon

Blattsalat

Kopfsalat & Co.

Der gute, alte Kopfsalat hat Konkurrenz bekommen. Die Blattsalate präsentieren sich heute in einer Vielzahl verschiedener Formen und Farben und sind bei Jung und Alt eine der bekanntesten und beliebtesten Gemüsebeilagen. Die Urform der Blattsalate, der Lattich, war schon in der Antike beliebt als Heilmittel und als schmackhafte Bereicherung der Mahlzeiten.

Vielseitiges Angebot

Zu den Blattsalaten zählt man üblicherweise Züchtungen aus zwei verschiedenen Pflanzengruppen: Zu den Lattichgewächsen zählen die kopfbildenden Formen Kopf-, Eis- und Bataviasalat sowie die sogenannten Pflücksalate Lollo Rossa, Lollo Bionda, Romana- und Eichblattsalat. Zu den Zichoriengewächsen zählen Chicoree, Endivien- und Friseesalat (= krauser Endiviensalat) und der Radicchio. Immer häufiger findet man neben den klassischen grünen Salaten auch rote Varianten, z. B. beim Kopfsalat oder beim Romanasalat.

Wertvoller Beitrag zu jeder Mahlzeit

Drei wesentliche Eigenschaften machen Salat zu einer Bereicherung für jede Mahlzeit: Die leuchtenden Farben bieten einen angenehmen und appetitanregenden Blickfang auf Tisch und Teller.

Der frische Geschmack erhebt jedes Essen zum Genuss, egal ob der Salat als Vorspeise, als Hauptgericht oder als Dessert gereicht wird. Der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Substanzen schließlich, macht den Salat zu einem wertvollen Beitrag für die gesunde Ernährung.

Erwähnenswert sind hier insbesondere das Beta-Carotin und aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe die Flavonoide und die Phenolsäuren. Sie schützen den Körper vor freien Radikalen und können Krebserkrankungen vorbeugen. Auch dem weißen Milchsaft der Latticharten schreibt man positive Wirkungen zu, er ist appetitanregend und beugt Ermüdungserscheinungen vor.

Bei all den positiven Eigenschaften sind alle Salatarten ausgesprochen kalorienarm.

Einkauf und Lagerung

Die Freilandsaison für die Salate aus der Lattich-Gruppe beginnt hierzulande im Mai und geht bis Oktober. Endivienzeit ist von Juli bis Mitte November.

Blattsalate kauft man am besten frisch, sie halten sich im Kühlschrank je nach Sorte nur einen Tag bis maximal eine Woche. Dabei gilt, je zarter die Blätter, desto schneller fallen sie zusammen. Man kann die Haltbarkeit etwas erhöhen, wenn man den Salat putzt, wäscht und in einen Folienbeutel oder eine Vorratsdose verpackt. Der richtige Platz für die Lagerung ist das Gemüsefach des Kühlschranks. Blattsalate vertragen bei der Lagerung nicht die Nachbarschaft von Äpfeln und Tomaten, sie werden schneller welk und vergilben.

Frischer Salat – schnell gemacht

Für die meisten Blattsalate gelten bei der Zubereitung die folgenden Regeln:

  1. Salat putzen, das heißt, welke und kranke Teile entfernen;
  2. Blätter vom Strunk lösen und unzerkleinert in stehendem Wasser vorsichtig aber gründlich waschen. Wichtig ist es, den Salat anschließend trocken zu schleudern, damit sich die Marinade optimal mit dem Salatblatt verbinden kann und der Salat nicht verwässert wird.
  3. Salat in mundgerechte Stücke schneiden oder zupfen, die Marinade zubereiten und erst direkt vor dem Servieren mit dem Salat und eventuell frischen Kräutern mischen.

Gesundes mit Aroma

Die verschiedenen Salatsorten haben ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Aroma. Kopfsalat schmeckt relativ neutral, Eissalat herzhaft-frisch, Eichblattsalat nussig, Batavia- und Romanasalat  herzhaft-würzig und die Zichoriensalate angenehm bitter. Entsprechend sollte man auch die Salatmarinade und die weiteren Salatzutaten auswählen: für die milden Salate und besonders für Sorten mit sehr zarten Blättern empfiehlt sich eine leichte Vinaigrette aus Essig, Öl und Gewürzen, ergänzt durch frische Kräuter, die kräftigen Sorten vertragen auch kräftigere Dressings, z. B. mit Crème fraíche oder mit Edelpilzkäse.

Praxistipps für immer neue Salatvariationen:

  • Kräuter:
    Frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Dill, Estragon, Kerbel, Kresse oder Zitronenmelisse bringen Geschmack und zusätzlich eine Menge Vitamine und Mineralstoffe;
  • Käse:
    Geriebener Hartkäse, wie Parmesan oder Emmentaler, gewürfelter Feta oder Gouda in Streifen passen zu fast jedem Salat;
  • Obst:
    Kleingeschnittenes Obst, wie Äpfel, Birnen, Orangen oder Pfirsiche unterstreichen die erfrischende Note des Salats und harmonieren insbesondere mit den leicht bitteren Sorten;
    Nüsse:  ob kleingehackte Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln oder Sonnenblumenkerne, Nüsse runden den Geschmack ab;
  • Buntes Gemüse:
    Radieschen in Scheiben, Paprika in Streifen, Champignons blättrig geschnitten oder Maiskörner setzen farbliche Akzente und machen den Salat noch knackiger