Obst & Gemüse-Lexikon
Aprikose
Die orangegelben Steinfrüchte mit dem feinsäuerlichen, typischen Aroma, die in Österreich Marillen genannt werden, haben im Juli und August. Sie kommen dann überwiegend aus Deutschland, Frankreich und Spanien.
Die Aprikose gehört zu den wärmeliebenden Pflanzen und gedeiht deshalb nur in wärmeren Regionen.
Die Früchte sind rundlichoval, glattschalig bis feinwollig. Fruchthaut und Fruchtfleisch sind kräftig orangegelb. Ausgereifte Aprikosen schmecken am besten.
Das Obst mit dem hohen Carotingehalt
Frische Aprikosen enthalten nur wenig Kalorien. Wie anderes Obst auch, liefern sie wertvolle Vitamine, Mineralstoffe (z.B. Kalium), Ballaststoffe und appetitanregende sowie erfrischende Fruchtsäuren.
Unter allen einheimischen Obstarten enthält die Aprikose, nach der Honigmelone, den höchsten Gehalt an Carotin, der Vorstufe von Vitamin A. Dieses Vitamin ist wichtig für den Aufbau und die Gesunderhaltung der Haut, für gutes Sehen und für ein geregeltes Zellwachstum.
Carotin verträgt relativ gut Hitze, deshalb ist es auch noch in gegarten Aprikosen in recht guter Menge enthalten.
5 am Tag mit Aprikosen
Die Gesundheitskampagne „5 am Tag“ informiert über die gesundheitsfördernde sowie krankheitsvorbeugende Wirkung durch den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse. Der Verzehr von täglich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst hält fit und trägt dazu bei, das Risiko für bestimmte Herz-, Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen zu reduzieren.
Ein wichtiger Grund dafür sind die „Sekundären Pflanzenstoffe“, die reichlich und vielfältig in Obst und Gemüse vorkommen.
Das in Aprikosen reichlich enthaltene Carotin gehört zu der Gruppe der „Sekundären Pflanzenstoffe“, die als Carotinoide bezeichnet werden. Neben der Vitaminfunktion stärken Carotinoide das Immunsystem und schützen Körperzellen vor schädigenden Stoffen.
Mit z.B. 3 frischen Aprikosen kann man leicht und schmackhaft einen Teil der täglich empfohlenen Obstmenge von 250-300g decken.
Tipps zu Einkauf und Lagerung
Ausgereifte, frische Aprikosen haben den höchstmöglichen Gehalt an Inhaltsstoffen und Aromastoffen und schmecken somit am besten.
Reife, aromatische Früchte sind an ihrem angenehmen Duft und an einer samtigen, straffen Haut zu erkennen. Das Fruchtfleisch ist dann weich, aber auch sehr druckempfindlich. Bei genügender Reife ist außerdem die gelborange Färbung weitgehend abgeschlossen. Rötlich angehauchte Bäckchen sind allerdings kein Reifemerkmal, da es rotbackige Sorten gibt und solche ohne Deckfarbe.
Sind die Aprikosen noch etwas härter, besonders an der so genannten Nahtstelle, die die Frucht in 2 Hälften teilt, können sie dennoch in wenigen Tagen bei Zimmertemperatur nachreifen.
Danach können Aprikosen noch etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Verzehrt werden sollten die Aprikosen aber immer bei Zimmertemperatur, dann entfalten sie am besten ihr Aroma.
Aprikosen lassen sich am besten entsteinen, indem man sie entlang der Nahtstelle einschneidet und dann die beiden Hälften gegeneinander dreht.
Möchte man Aprikosen enthäuten, geht das folgendermaßen: Die Früchte kurz in sprudelnd kochendes Wasser geben, dann in einem Gefäß mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Haut erst abziehen, wenn die Aprikosen erkaltet sind.
Speisen mit gehäuteten Aprikosen sehen feiner aus. Aus Gründen zur gesunden Ernährung sollte die Haut aber mitverzehrt werden, da auch sie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthält.
Vielfältiger Genuss
Neben dem Verzehr als Frischobst können Aprikosen vielfältig verarbeitet werden: zum Beispiel zu Konfitüre, zu Kompott, zu Trockenfrüchten, zu Kuchen, zu Klößen und zu Bestandteilen sonstiger Speisen.
Mit Aprikosen kann man sowohl süße als auch pikante Gerichte herstellen. Pikante Aprikosengerichte vertragen auch exotische Gewürze wie Curry, Ingwer, Chili.
Gedünstete Aprikosen gewürzt mit Curry und Chilischoten passen gut zu gegrilltem Fleisch.
Varianten
- Marille
